„Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen.”
(Altes Sprichwort)

„Phytotherapie ist die Heilung, Linderung und Vorbeugung von Krankheiten durch Arzneipflanzen.”

 

Die Pflanzenheilkunde oder auch Phytotherapie (griech. phyton= Pflanze) gehört zu den ältesten Therapieformen der Welt und ist nahezu in allen Kulturen zu finden. In Europa hat sie sich im Laufe der Jahrhunderte aus der Kräuterheilkunde entwickelt. Bedeutende Heilpflanzenkundige waren im Mittelalter Mönche und Nonnen, darunter Hildegard von Bingen. Der Arzt Paracelsus vertrat schon damals seine Signaturenlehre, die besagt, dass äußere Zeichen wie Farbe, Form und Konsistenz der Pflanze auf ihre Anwendungsgebiete schließen ließen. So wurde das Schöllkraut z.B. wegen seiner gelben Farbe bei Gelbsucht, Leber - und Gallenerkrankungen angewendet.

Die getrockneten Pflanzenteile (Blüten, Blätter, Stängel, Wurzel, Samen) werden, je nach ihren Bestandteilen, als Aufguss (Infus), Dekokt (Abkochung) oder als Mazeration (Kaltauszug) zubereitet.